Adolf Frankl
Selbstbildnis • um 1957

1903

Geboren am 12. Februar in
Bratislava / Pressburg / Pozsony

1909-21

 

Besuch der Volksschule, Realschule und Gymnasium mit Abschluss der Reifeprüfung, danach Kunst- und Malstudium bei Prof. František Reichentál und
Prof. Gustáv Mallý in Bratislava
Nebenbei tätig als Karikaturist und Zeichner
von Werbeplakaten

1921-41

Eintritt in das Raumausstattungsgeschäft des Vaters,
Heirat, Gründung einer eigenen Firma, später Enteignung durch Arisierung

1944

28. September: Verhaftung der ganzen Familie in Bratislava
29. September: Deportation in das slowakische Konzentrationslager Sered’
3.-4. November: Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau Tätowierungsnummer B 14395

1945

18. Januar: Evakuierung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau
Überlebt in der Typhusbaracke des Konzentrationslagers
Althammer / Stará Kuźnia, einem Nebenlager von Auschwitz-Birkenau
27. Januar: Befreiung durch die Rote Armee im Lager Althammer
Ende April: Rückkehr nach Bratislava
Beginn des Zyklus „Visionen aus dem Inferno – Kunst gegen das Vergessen“

1949-50

Emigration mit der Familie nach Wien, Österreich
Lebt in Wien, New York und seit den 60er Jahren in Deutschland

1983

Stirbt am 18. August in Wien

Neben dem Zyklus „Visionen aus dem Inferno – Kunst gegen das Vergessen” entstehen zwischen den Jahren 1930 und 1982 unzählige Zeichnungen, Aquarelle und Karikaturen. Die Motive für seine Arbeiten wählt er aus dem jüdischen Alltag, Kaffeehäusern, Bahnhöfen, Gerichtssälen und dem Dorotheum, dem bekannten Wiener Auktionshaus.

Renée und Adolf Frankl um 1932